Sehenswürdigkeiten in Rumänien

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten gibt es in Rumänien zu entdecken: Traumhafte Landschaften und historische Plätze, idyllische Dörfer und imposante Bauwerke, Natur und Kultur.

Bei ausländischen Touristen besonders beliebt ist das angebliche Dracula-Schloss – die Törzburg. Das Schloss in Bran war zwar niemals die Heimstätte eines Vampirs, aber die Legenden halten sich hartnäckig und locken Gruselfreunde von Nah und Fern an. Aber auch für Interessierte an rumänischer Geschichte, Architektur und Kunst ist das sehr gut erhaltene Schloss Bran einen Ausflug wert.

Architektonisch ebenfalls interessant sind die vielen Klöster in der Region Moldau, der südlichen Bucowina. Sie wurden zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert erbaut und sind seit einiger Zeit Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das bekannteste Gotteshaus unter ihnen ist das Kloster Voroneț, das vor allem für seine in Blautönen gehaltenen Fresken berühmt geworden ist. Wem es an rumänisch-orthodoxen Gotteshäusern noch nicht reicht, der sollte die Holzkirchen in der Maramureș besichtigen. Diese sind vor allem für ihre Bauweise aus Holz – häufig ganz ohne Nägel – und ihre schmalen, fast spitzen Türme bekannt.

Ein gewaltiges Mahnmal an das Elend der Diktatur Ceaușescus ist der Parlamentspalast in București, der Hauptstadt Rumäniens. Dieses Monumentalbauwerk sollte einst zur Machtdemonstration dienen und wird heute auf verschiedene Weise genutzt, unter Anderem befindet sich in seinem Inneren das Nationalmuseum für Moderne Kunst. Der Parlamentspalast gilt als das größte Gebäude Europas. Noch mehr Geschichte gibt es an den Ausgrabungsstätten von Sarmizegetusa zu entdecken. Besonders faszinierend sind die sogenannten Steinkreise von Sarmizegetusa Ulpia Traiana, die als Mondkalender identifiziert wurden. Aber auch die Überreste der römischen Festung von Sarmizegetusa Regio sind beeindruckend.

Sogar tief im Inneren der rumänischen Berge gibt es einiges zu finden. Zum einen kann der Besucher im historischen Salzbergwerk von Cacica einen Einblick in die Salzgewinnung von Transilvanien erhalten, zum anderen gibt es mit der Eishöhle Scǎrișoara ein bedeutendes Naturwunder zu erleben. Die frostigen Höhlen mit ihren gigantischen Eiszapfen faszinieren Jung und Alt gleichermaßen.

Seltene Ausblicke erhält man außerdem in der Bicaz-Klamm, die die Westmoldau mit Transilvania verbindet. Die enge Schlucht ist etwa 60 Kilometer lang und kann mit dem Auto durchfahren werden. An einigen Stellen, vor allem im Abschnitt des sogenannten Höllenschlunds, kommt kaum Sonnenlicht herunter auf die Straße, weil es so eng ist. Ein Gefühl von Weite erhält man eher beim Besuch des Donaudeltas, hier fließt die Donau ins Schwarze Meer. In der atemberaubend schönen Flusslandschaft sind zahlreiche Tiere und Pflanzen beheimatet, die sich vor allem vom Boot aus wunderbar beobachten lassen. Aber auch Wanderausflüge in der Region lohnen sich.