Salzbergwerk, Cacica

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Das ehemalige Salzbergwerk in Cacica ist für Groß und Klein eine Sehenswürdigkeit. Es gilt als eines der ältesten europäischen Bergwerke. Seit dem 18. Jahrhundert wurde hier das Salz systematisch gefördert. Heute wird das Gelände vor allem für touristische Zwecke genutzt.

Es gibt tatsächlich mehr zu sehen, als man erst glaubt: Im Eingangsbereich des Salzstollens befindet sich eine Art Kapelle, die St. Barbara gewidmet ist, der Schutzheiligen der Bergleute. Sie wurde bereits um 1800 errichtet und war vor allem für die Kumpel selbst gedacht. Von hier aus geht es weiter in die Tiefe des Bergwerkes, das in verschiedene Bereiche einzuteilen ist. Es gibt eine zweite Kirche, in der immer wieder auch Gottesdienste stattfinden. Der Altar und die Kanzel dieses imposanten Raumes sind aus Salz gehauen. In einigen Abschnitten stehen Salzskulpturen von rumänischen Künstlern, in anderen Teilen des Stollens sind noch Gleise für die Loren zu sehen, die zum Transport des Salzes dienten. Außerdem gibt es zwei größere Galerien, von denen die eine als Tanzsaal bekannt ist, in der anderen befindet sich ein unterirdischer Salzwassersee.

Das Bergwerk ist täglich zur Besichtigung offen. Obwohl es elektrische Beleuchtung gibt, empfiehlt sich die Mitnahme einer Taschenlampe. Cacica befindet sich einige Kilometer nördlich von Gura Humorului in der südlichen Bukowina, kann also gut als Abwechslung bei einer Rundfahrt zu den Moldau-Klöstern dienen. Die Gegend ist schon seit vielen Jahrhunderten als Region mit einem hohen Salzvorkommen bekannt.