Oradea

File 182Die Stadt Oradea (deutsch: Großwardein) liegt im äußersten Nordwesten Rumäniens. Sie gilt eigentlich nicht als klassisches Touristenziel voller Sehenswürdigkeiten. Trotzdem gibt es auch hier einiges zu entdecken.

So ist vor allem die Architektur in Oradea immer wieder beeindruckend. Es lohnt sich, einmal die Fußgängerzone (Calea Republicii) entlang zu schlendern und dabei an den Häusern hoch zu schauen. Hübsche Fassaden im Jugendstil sind zu bewundern, von denen einige zugegebenermaßen verwahrlost wirken, andere wiederum aufwändig restauriert sind. Auch einige Gotteshäuser faszinieren in Oradea, zum Beispiel die Bischofskathedrale St. Mariä Himmelfahrt (Catedrala Adormirea Maicii Domnului). Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut und ist die größte Barockkirche Rumäniens. An der Piata Unirii, dem zentralen Platz Oradeas, befindet sich die sogenannte Mondkirche (Biserica Ortodoxa cu luna). Sie wird so bezeichnet, weil im Kircheninneren eine mechanische Uhr die verschiedenen Mondphasen anzeigt. Ganz in der Nähe befindet sich das sehenswerte Jugendstil-Palais, zu dem auch das berühmte Hotel Vulturul Negru und eine Einkaufspassage gehören.

Architektonisch bedeutend ist das imposante Nationaltheater, dessen Pläne von den österreichischen Baumeistern Fellner und Helmer entworfen wurde. Im Jahr 1900 wurde das Gebäude eingeweiht. Deutlich älter, nämlich aus dem 12. Jahrhundert, ist die historische Festung Cetatea. Nach mehreren Kämpfen und Bränden wurde diese Burg immer wieder erneuert und erweitert. Mittlerweile ist hier unter anderem die Kunstakademie der Universität untergebracht.

Einige Kilometer außerhalb von Oradea befindet sich der Kurort Băile Felix, wo schon seit Jahrhunderten heiße Schwefelquellen zum Heilbaden genutzt werden.