Moldau-Klöster

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Die südliche Bukowina ist Teil der historischen Moldau. Sie ist bekannt für die Vielzahl an rumänisch-orthodoxen Klöstern, die unter dem Begriff „Moldau-Klöster“ zusammengefasst werden. Ein Großteil von ihnen wurde von Fürst Stefan dem Großen in Auftrag gegeben, auch das für seine blauen Fresken berühmte Kloster Voroneț. Spätere Klosteranlagen wurden von den Nachfolgern veranlasst, alle Klöster wurden jedoch zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert gebaut. Die UNESCO hat die Moldau-Klöster in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Zu den wichtigsten Klöstern der Südbukowina gehören neben Voroneț die Anlagen Humor, Moldovița, Sucevița, Arbore und Putna. Sie sind eingebettet in eine traumhaft schöne Natur voller weiter Laub- und Nadelwälder und fruchtbaren Flusstälern. Oft liegen sie in der Nähe von idyllischen Dörfern, die ebenfalls einen Besuch wert sind. Bei manchen Klöstern ist nur noch die Kirche erhalten, andere sind noch fast vollständig zu besichtigen. Neben der gotisch beeinflussten Architektur ist meist die Außenbemalung besonders bemerkenswert. Detailliert und liebevoll werden hier Erzählungen aus dem Alten Testament wiedergegeben, womit auch Analphabeten die biblischen Ereignisse näher gebracht werden konnten. Interessant ist aber auch, dass die meisten der Klöster als Zeichen des Sieges erbaut wurden. Fürst Stefan der Große versprach den Bau eines Klosters oder einer Kirche für jeden gelungenen Feldzug gegen die Tartaren, die Mauren oder die Türken. So wurde beispielsweise mit der Klosterstiftung in Patna der erste Sieg über die Türken zelebriert.

In manchen der über 40 Klöstern werden kleine und einfache Zimmer als Schlafplatz angeboten. Für die Südbukowina ist das Auto das perfekte Verkehrsmittel, da Zugverbindungen nur manchmal bestehen.