Iași

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Die rumänische Universitätstadt Iași (deutsch: Jassy) liegt in der Region Moldau im Nordosten des Landes. Sie war und ist eine der größten und wichtigsten Städte Rumäniens.

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Iași gilt als Hochburg der Kunst und Kultur. Viele Künstler haben sich hier niedergelassen, es gibt zahlreiche Museen, Galerien und Kulturinstitutionen. Das Stadtbild ist geprägt von gepflegten Parkanlagen und bemerkenswerter Architektur. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt beispielsweise der Kulturpalast (Palatul Culturii), der zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. In dem neugotischen Prachtgebäude befinden sich eine Bibliothek sowie vier Museen – das bedeutendste unter ihnen beherbergt eine gewaltige Kunstsammlung. Aber auch das Technische Museum mit seiner kuriosen Ausstellung zur Geschichte der Musikautomaten lohnt sich. Es gibt die Geburtshäuser von berühmten Rumänen, z.B. das des Gelehrten Dimitrie Dosoftei, außerdem einen gigantischen Botanischen Garten.

File 158Zum Staunen bringen vor allem zwei Gotteshäuser: Die imposante Metropolitan-Kathedrale (Catedrala Mitropolitanǎ) aus dem 19. Jahrhundert, die auch als „Mutter aller moldawischen Kirchen“ bezeichnet wird, und die moderne Kathedrale St. Maria Königin (Catedrala Sfânta Fecioară Maria Regină). Die letztgenannte ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Iași und wurde erst im Jahr 2005 feierlich eröffnet. Aber auch die Kirche der drei Hierarchien (Biserica Trei Ierarhi) und die St. Nikolaus-Kirche (auch: Krönungskirche) sind sehenswert. Dass Iași einst eine jüdisch geprägte Stadt war, ist heute nur schwer zu erkennen. Wer sich auf die Spuren der jüdischen Bevölkerung machen will, sollte die Synagoge sowie den riesigen jüdischen Friedhof besuchen. Zum Schlendern und Luft holen bietet sich ein Spaziergang durch den weitläufigen Park auf dem Copou-Hügel an. Schon seit dem 19. Jahrhundert kommt die Bevölkerung Iașis zum Entspannen in den Copou-Park.