Holzkirchen in der Maramureș

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Die Maramureș (auch: Maramuresch, Marmarosch) ist ein historisches Gebiet ganz im Norden Rumäniens. In diesen abgelegenen Landstrich lockt die einsame Natur mit Gebirgsgegenden und weiten Wäldern, hier befinden sich die größten Urwaldareale von Europa. Diese Wildnis ist nur von kleinen Siedlungen unterbrochen. In vielen dieser Dörfer stehen die berühmten Holzkirchen der Maramureș, von denen einige in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden sind.

Die meisten Kirchen dieser Gegend sind zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert erbaut worden. Ihr unterschiedliches Alter wird auch durch die verschiedenen Stile sichtbar. Was die Gotteshäuser jedoch eint: Sie sind stets aus Holz - oft ohne Nägel gezimmert - und haben sehr schlanke, spitze Türme, welche an der Westseite der Kirche angebaut wurden. Üblicherweise sind die schmalen Türme mit Glocken ausgestattet, mit denen der Gläubige zum Gebet gerufen wird. Das Innere entspricht mit den Wandgemälden, auf denen Erzählungen aus dem Alten Testament dargestellt sind, den anderen orthodoxen Kirchen.

Wer also in der Maramureș unterwegs ist, sollte sich die einmaligen Kirchen nicht entgehen lassen, sie sind sowohl von außen als auch von innen eine reizvolle Sehenswürdigkeit. Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Besuch einer der Holzkirchen an einem Feiertag. Schöne Gottesdienste gibt es beispielsweise am 6. Dezember, wenn der Nikolaustag gefeiert wird.

Aufgrund der Einzigartigkeit der hölzernen Sakralarchitektur sind acht der Holzkirchen Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Es sind die in den Ortschaften Bârsana, Budești, Desești, Ieud, Plopiș, Poienile Izei, Rogoz und Șurdești. Die berühmteste ist die Kirche zu den heiligen Erzengeln von Șurdești, sie gilt mit ihrem hohen Turm als das weltweit größte Bauwerk aus Eichenholz.