Geschichte

 Jahr Ereignis
Ab dem 2. Jt. v. Chr.   Daker und Geten siedeln nachweislich auf dem Gebiet des heutigen Rumänien. Die Größte Ausdehnung des Dakerreiches fällt auf das erste Jahrhundert vor Christus im Rahmen der Herrschaft von Burebista 
101 bis 106 n. Chr.  Durch die Dakerkriege errichtet das Römische Imperium zur Zeit von Kaiser Trajan auf dem heutigen Gebiet Rumäniens die Provinz Dakien (besser bekannt als Dacia). Die Römer erobern insbesondere die Gebiete am Schwarzen Meer. 106 schlägt ein römisches Heer den Dakerkönig Decebal in einer Entscheidungsschlacht. 
Um 200 n. Chr.   Im Zuge der Völkerwanderung durchziehen Awaren, Goten, Hunnen und Tataren das heutige rumänische Staatsgebiet und lassen sich teilweise dort nieder. 
270 n. Chr.  Dakien wird vom Römischen Imperium größtenteils aufgegeben. Im 7 Jahrhundert endet die (ost)römische Besatzung endgültig. 
11. Jh.   Magyarn (Ungarn) und Turkvölker wandern auf das Gebiet des heutigen Rumänien ein. Der Nordosten des späteren Landes wird von Ungarn besiedelt, diese teilen das Land in sieben Verwaltungsbezirke; hierauf geht der Name Siebenbürgen zurück  
1150  König Geysa II von Ungarn holt deutsche Siedler und den Deutschen Ritterorden nach Transsylvanien. Sie sollen seine Ländereien gegen einfallende Mongolen und Tartaren schützen und das Land bewirtschaften.
1460  Das Fürstentum Walachei fällt unter osmanische Herrschaft. Zuvor hatte der Walachenfürst Vlad III. Țepeș Drăculea („Vlad der Pfähler“), der später die Romanfigur des Grafen Dracula prägen sollte, erbitterten Widerstand gegen die Türken geleistet.
1513  Das Fürstentum Moldau fällt unter osmanische Herrschaft, dreizehn Jahre später folgt Siebenbürgen
16. Jh. - 18. Jh.  Die Habsburgermonarchie greift auf Seiten der rumänischen Fürstentümer in den Kampf gegen das Osmanische Reich ein. Es folgen mehrere schwere Niederlagen der türkischen Heere, woraufhin das Osmanische Reich 1699 auf seine Gebiete in Siebenbürgen verzichtet. 1718 und 1775 erobern die Habsburger Teile der Bucowina und die westliche Walachei. Der Einfluss des Osmanischen Reiches im Südosten des Landes bleibt allerdings bestehen. 1716 siedeln sich die Banater Schwaben im Südwesten Rumäniens an. Auch die Sathmarer Schwaben kamen im 18. Jahrhundert nach Rumänien. 
1688 - 1755  Siebenbürgen und die Bucowina fallen an Österreich-Ungarn. 
1859  Die Fürstentümer Moldau und Walachei vereinen sich zu Rumänien, die endgültige Vereinigung fällt auf 1862. 
1871 - 1888  Im Zuge der Lossagung von Österreich-Ungarn und der Vereinigung der Fürstentümer von 1859 wird Karl von Hohenzollern-Sigmaringen zu König Carol I ausgerufen. 1877 wird das Osmanische Reich im 8. russisch-türkischen Krieg vernichtend geschlagen. 1878 wird Rumänien von den europäischen Großmächten als Staat anerkannt. Bis 1947 nehmen Hohenzollernabkömmlinge eine wichtige politische Rolle in Rumänien ein. 
1916  Rumänien erklärt dem Deutschen Reich und der Donaumonarchie auf Seiten der Alliierten den Krieg. 
1918  Zum Ende des Ersten Weltkriegs besetzen rumänische Truppen Transsilvanien
1919 / 1920  Durch den Vertrag von Versailles erringt Rumänien Gebietszugewinne (Bucowina, Bessarabien, Banat, Dobrudscha und Siebenbürgen). 
1940  Auf Druck der europäischen Großmächte verliert Rumänien Bessarabien und die Bucowina an Moskau. Der nördliche Teil Siebenbürgens fällt an Ungarn. Im Zuge der entstehenden Militärdiktatur unter Marschall Ion Antonescu schließt der Herrscher einen Pakt mit Hitlerdeutschland. Das Rumänien der späten 1930 und 140er Jahre wird politisch durch die faschistische „Eiserne Garde“ geprägt. 
1941  Rumänische Truppen ziehen auf Seiten des Dritten Reiches in den Krieg und beteiligen sich am Russlandfeldzug. 1944 stürzt eine große Koalition unter König Mihai Antonescus Regime. Rumänien wechselt die Seiten und erhält durch den Pariser Friedensvertrag von 1947 Siebenbürgen von Ungarn zurück. Dies ist gleichbedeutend mit der Abdankung des Königs, der ins Exil geht. Rumänien wird eine Volksrepublik. Mit dem Ende des Kriegs verschlechtert sich auch die Stellung der Rumäniendeutschen zunehmend. Sie werden politisch und wirtschaftlich entmündigt, arbeitsfähige Männer werden bis in die 1960er Jahre zur Zwangsarbeit verpflichtet. 
1948  Unter der Führung von Gheorghe Gheorghiu-Dej vereinigen sich Sozialdemokraten und Kommunisten zur Rumänischen Arbeiterpartei, die ab diesem Zeitpunkt die Geschicke des Landes für einige Jahre leiten wird. 
1949  Rumänien ist Gründerland des COMECON (Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe). 
1955  Rumänien tritt dem Warschauer Pakt bei. 
1958  Abzug der russischen Truppen aus Rumänien. Unter der Herrschaft Ceauşescus distanziert sich Rumänien häufig vom großen Bruder in Moskau.  
1965  Nicolae Ceauşescu wird zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei (KPR), die aus der Arbeiterpartei hervorgegangen ist, gewählt. Zwei Jahre später erfolgt die Ernennung zum Staatsoberhaupt. Von da an baut Ceauşescu seine Machtbereich kontinuierlich zu einer politischen Diktatur aus und baut auf die Dienste der Geheimpolizei (Securitate). 
Ab 1967  Die deutsche Bundesregierung nimmt bezüglich der deutschen Minderheit im Land diplomatische Beziehungen zu Rumänien auf. In den Folgejahren verlässt ein Großteil der Rumäniendeutschen unterschiedlichster ethnischer Herkunft das Land Richtung Bundesrepublik Deutschland. Heute lebt nur noch eine kleine Minderheit in Rumänien. 
1989  Im Zuge einer Revolution, die in Timişoara beginnt und sich schnell über das ganze Land ausbreitet, wird das Regime von Nicolae Ceauşescu im Dezember gestürzt und der Diktator und seine Frau von Aufständischen hingerichtet. Die Führung des Landes übernimmt ein eilig zusammengerufener Revolutionsrat („Front zur nationalen Rettung“) unter Ion Iliescu und Petru Roman. Ein Jahr später wird Ion Illiescu zum Staatspräsidenten gewählt. Es folgen Jahre der politischen Konsolidierung. 
1991  Rumänien wird volles Mitglied im Europarat. 
1994 Rumänien tritt der NATO bei.
2004 Traian Băsescu wird zu Rumäniens Präsidenten gewählt. Er kann sich bis heute trotz zahlreicher Korruptionsskandale, der vielen wirtschaftlichen Krisensituationen und der Beschuldigung der wiederholten Wahlmanipulation im Amt halten.
2007 Rumänien wird Mitgliedsland der Europäischen Union. Die Einführung des Euro wird für das Jahr 2014 angestrebt.