Bicaz-Klamm

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Eine enge Schlucht mit bis teilweise über 100 Meter hochragenden Felswänden ist die Bicaz-Klamm (Cheile Bicazului). Sie liegt in der Nähe der Stadt Bicaz und verbindet die Westmoldau mit Siebenbürgen. Eine Fahrt durch die enge Schlucht ist faszinierend und lohnenswert. Teils ist sie nur 6 Meter breit und an einigen Stellen kommt kaum das Sonnenlicht bis herunter auf die Straße. An anderen Stellen gibt es kleine Straßenstände, an denen Snacks und Souvenirs wie Holzmasken oder Spitzendeckchen gekauft werden können. Auch als Kletterparadies ist die Bicaz-Klamm bekannt, viele Sportkletterer üben sich hier an den steilen Felswänden. Besonders der sogenannte Altarfels ist populär.

Insgesamt ist die wilde Klamm etwa 60 Kilometer lang. Der wirklich atemberaubende Teil kommt jedoch erst auf den letzten 10 Kilometern. Dieser Abschnitt wird auch „Höllenschlund“ genannt. Die Passstraße führt zum Roten See (Lacul Roșu), dessen Wasser von der eisenhaltigen Erde rötliche gefärbt ist. Der See ist durch einen Erdrutsch entstanden und bis heute kann man die Spitzen der Nadelbäume aus dem Wasser hervorragen sehen. Die rötliche Färbung und die Baumspitzen verleihen dem Ort einen leicht gruseligen Flair, was zu zahlreichen Legenden und Mythen geführt hat. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen – eine Bootsfahrt macht der ganzen Familie Spaß und die Gegend um den See ist zum Wandern ideal.

Die Bicaz-Klamm ist als Nationalpark geschützt.