Apuseni-Gebirge

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Das Apuseni-Gebirge (Munții Apuseni) gehört zu den Westrumänischen Karpaten und hat Gipfel mit bis zu 1800 Metern Höhe. Diese Berge bestehen vor allem aus Kalkstein, was zur Bildung von tiefen Schluchten und beeindruckenden Höhlen geführt hat. Das Apuseni-Gebirge ist nicht zuletzt daher der ideale Ort für Aktivurlauber. Viele Reisende kommen zum Wandern und Klettern, in den Wintermonaten auch zum Skifahren hierher.

Zum Wandern muss man in der Regel kein Leistungssportler sein, es gibt neben ausgiebigen und anspruchsvollen Strecken auch kurze und leichte Trekkingrouten. Man kann sich von Pferden und Eseln tragen lassen oder mit dem Mountain-Bike über die Hügel düsen. Auf den vielen Flüssen und Bächen, die sich einen Weg durch die Karstlandschaft gebrochen haben, werden Kajak- und Floßfahrten angeboten. Natürlich kommen auch Angler auf ihre Kosten.

So richtig zum Staunen bringen einen die Meziad Höhle sowie die Scărișoara-Höhle. Die erstgenannte Höhle ist voller Tropfsteine, die bizarre Formationen angenommen haben und die sich fortwährend in Veränderung befinden. Die Peștera Scărișoara hingegen ist eine Eishöhle und damit eine der wichtigsten Touristenattraktionen des Apuseni-Gebirges. Sie ist die größte vereiste Höhle Rumäniens, gilt als Naturdenkmal und beinhaltet Eis im Alter von beeindruckenden 3000-4000 Jahren.

Ein Teil des Apuseni-Gebirges ist seit 1990 im Naturpark Apuseni geschützt, damit die faszinierende Karstlandschaft und damit auch die Artenvielfalt von Flora und Fauna erhalten bleiben. In den traumhaften Landschaften des Apuseni-Gebirges leben sehr gastfreundliche Rumänen, die einem gern weitere Höhlen zeigen oder einen Einblick in traditionelles Handwerk bieten. Es lohnt sich, die Dörfer nicht nur als Zwischenstopp wahrzunehmen, sondern als Orte lebendiger Kultur.